12/17/14

Olivenzweige, Folge 24

Oh nein, oh nein! Kann es etwa sein, dass Cathérine die Mutter von Hélène und Gaston kannte? Und dass sie vielleicht sogar das Familiengeheimnis weiß? Rettung für Hélène? Schnell, lest weiter .  . .

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Manon hatte offenbar ein Problem damit, dass Cathérine aus einer wohlhabenden Familie stammte.
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“Hier, trinken Sie!” Yves stellte ein Glas Wasser vor Cathérine Marie auf den Tisch. Er schob all die Zeitungen, die schmutzigen Tassen und Teller, die Gaston auf dem Tisch hinterlassen hatte, beiseite und setzte sich neben sie auf die Küchenbank und übersah geflissentlich, die ganzen Krümel, die wohl von Gastons Frühstück stammten. Yves wollte in Cathérines Nähe sein, denn er war sich nicht sicher, was noch passieren würde. Vielleicht würde sie umkippen, vor lauter Aufregung. Da war es ihm zunächst egal, wie es im Haus von Hélène und Gaston aussah.

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12/10/14

Olivenzweige, Folge 23

Ich kann ja verstehen, dass Ihr die Spannung nicht mehr aushalten könnt. Trotzdem hab ich kein Erbarmen, es geht hier weiter häppchenweise voran. Das ist ja schließlich der Sinn eines Fortsetzungsromans. :-) Vielleicht habt Ihr ja eine Idee, wie das Geheimnis hinter der Story aussehen könnte. Scheut Euch nicht, schreibt es mir.

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Sie saßen auf der Bank mit der herrlichen Aussicht.
jmt-29, “Wide Wallpaper Iroise”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Das Gut ist wirklich wunderschön. Da steckt sehr viel Liebe drin, das ist unübersehbar.”
“Ja, Madame Cariols gesamte Energie steckt in diesem Anwesen und natürlich im Olivenhain. Kommen Sie”, sagte Yves. “Setzen wir uns hier auf die Bank.”

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12/3/14

Olivenzweige, Folge 22

So ein Mist, Mann! Väter können manchmal aber auch stur sein. Aber wie wir Yves kennen, wird er seinen Weg machen. Sicherlich wird er einen anderen Dreh finden, um Hélènes Gut zu erhalten. Wartet nur ab!

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Yves stand auf und duschte lange.
Oberon81, “Tropfende Dusche”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Bleischwer waren seine Glieder, als Yves am nächsten Morgen aufwachte. Die Sonne strahlte in sein Zimmer, der Himmel war wie immer blau. Unerträglich blau, wie es Yves heute vorkam. Sofort kam ihm das Gespräch mit seinem Vater in den Sinn und die Flasche Rotwein, die er danach – mehr aus Wut, denn aus Verzweiflung – getrunken hatte. Der alte Herr war verbittert und gekränkt und das würde wohl bis an sein Lebensende anhalten. Der einzige Sohn hatte kein Interesse an seinem Lebenswerk, das war hart. Aber Yves konnte nicht aus seiner Haut.

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11/26/14

Olivenzweige, Folge 21

Ja, ich hab auch das Gefühl, dass Yves jetzt handeln muss. Mal sehen, was ihm einfällt, um die Situation zu verbessern. . .

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“Das erste, was ich von Dir höre ist: Ich brauche Geld!”
fox, “Dollar”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves saß auf dem Sofa, auf dem Tischchen vor ihm stand ein Glas Rotwein. Erneut nahm er das Telefon und wählte die Nummer seines Vaters. X Mal hatte er bereits wieder aufgelegt, weil er nicht so recht wusste, wie er seinem alten Herrn die Lage erklären sollte. LeGrand Senior war kein einfach Mann, er war ein Patron durch und durch. Er schätzte es nicht, wenn die Dinge nicht so liefen, wie er es wünschte. Vor allem schätzte er Menschen nicht, die seinen Plänen zuwider handelten. Und wenn es der eigene Sohn war, umso schlimmer.

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11/17/14

Olivenzweige, Folge 20

Dieser Gaston ist wirklich unglaublich. Setzt immer noch einen drauf. Macht ein bisschen den Eindruck, als lebe er in einer anderen Welt. Aber Yves wird die Sache schon richten, glaubt Ihr nicht auch?

"Gibt es irgendjemanden, der wissen könnte, was damals passiert ist? Eine Freundin Deiner Mutter aus früheren Tagen vielleicht?" jardinero, "a beautiful day", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Gibt es irgendjemanden, der wissen könnte, was damals passiert ist? Eine Freundin Deiner Mutter aus früheren Tagen vielleicht?”
jardinero, “a beautiful day”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Als Yves das Krankenzimmer auf der Intensivstation betrat, war Hélène wach. Sie lächelte ihn an. “Hallo, Yves!”
“Hallo, Hélène! Wie geht es Dir heute?”
“Sie haben die Beruhigungsmittel reduziert, jetzt bin ich ein bisschen mehr bei mir.” Sie klopfte auf ihr Bett. “Komm, setz Dich zu mir!”

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11/11/14

Olivenzweige, Folge 19

Das ist ja eine böse Überraschung. Gaston ist nicht der Bruder von Hélène. Was mag da wohl passiert sein vor 30 Jahren? Ob Yves das jemals herausfinden wird? Ob es dennoch irgendwo einen Spender für Hèlène gibt? Fragen über Fragen . . .

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Schon während seines Studiums war Yves immer der Hahn im Korb gewesen.
dorisalb, “stolz kann ich sein”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves starrte in die Ferne. Es war ein herrlicher Herbsttag, das Meer lag blau am Horizont, die Sonne strahlte vom Himmel. Er fühlte sich schrecklich. Die Welt war so schön und das Schicksal konnte so grausam sein. Wie sollte Hélène geholfen werden? Was würde aus dem Gut werden? Yves war sich sicher, dass es zu spät war. Er konnte nichts und niemanden mehr retten. Hélène nicht, das Gut nicht und auch nicht seine Liebe.

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11/5/14

Olivenzweige, Folge 18

Liebe Bea, Du bist auf der richtigen Spur. Aber mehr verrate ich noch nicht. Da müsst Ihr die nächste Folge lesen! Viel Spaß dabei.

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“Gaston war jeden Tag draußen auf dem Feld”, log Yves.
Consources, “Olivenbäume”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Welcher Tag ist heute?” Hélène versuchte, sich im Bett aufzusetzen. Sie hatte keine Schmerzen, war aber sehr schwach und schläfrig.
“Donnerstag”, antwortete Yves.
“Donnerstag? Mein Gott, wie lange bin ich denn schon hier?”
“Seit mehr als zwei Wochen.”
“Puh! Und es sieht nicht so aus, als käme ich bald hier raus, oder?”
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10/29/14

Olivenzweige, Folge 17

Liebe Sue, es tut mir leid, dass Du ratlos bist. Aber wenn die Leser schon wüssten, wie es weitergeht, wär’s ja langweilig, oder? Gleich erfährst Du mehr . . .

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Yves schwang sich auf das Fahrrad, das am Haus lehnte.
Marino Gnass, “Im Schatten geparkt II”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Sobald Gaston vom Gut gefahren war, lief Yves ins Haus. Irgendwo in der Küche musste es doch Plastiktüten geben. Er sah sich um. Da hing ein kleiner Beutel über dem Wasserhahn – offenbar zum Trocknen.

Yves nahm ihn und gab Gastons Haar hinein. Das würde reichen für eine DNA-Analyse, um herauszufinden, ob Gaston prinzipiell als Spender in Frage käme. Er steckte den Beutel in die Hosentasche. Gleich heute Nachmittag würde er ihn ins Labor bringen und morgen hatten sie hoffentlich Gewissheit.

Yves ging hinaus auf den Hof. Wollte Gaston das Gut wirklich verkaufen? Oder bluffte er vielleicht nur? Und was war das für ein Angebot? Yves konnte sich nicht vorstellen, dass jemand für einen Betrieb, der kaum Gewinn abwirft, einen lukrativen Preis zahlt? Außer er war gar nicht am Betrieb, sondern an . . .Natürlich. Jetzt ging Yves ein Licht auf. Der Käufer konnte nur am Gelände interessiert sein. Eine Hotelanlage oder ein Feriendorf würde sich hier in der schönen Gegend sicher lohnen. Inmitten der Olivenbäume, das Meer in der Nähe – ideal für einen Touristentraum.

Yves war hin- und hergerissen. Er wusste ja, wie es um den Betrieb stand und dass es vielleicht gar keine schlechte Idee war, besser heute als morgen zu verkaufen. Und wenn das Angebot so gut war wie Yves sagte? Andererseits schauderte Yves bei dem Gedanken, was dann kommen würde. Er würde sein Häuschen auch verkaufen müssen. Klar. Ansonsten würde er eingehen zwischen dicken Deutschen, ungehobelten Engländern oder lauten Amerikanern. Und was würde erst aus Hélène werden? Sie liebte ihre Olivenbäume, das Geld würde für sie nie dieselbe Bedeutung haben wie der Hain. Sie würde todunglücklich sein. Er könnte mit ihr weggehen aus Salot und anderswo neu anfangen. Yves gab sich seinen Träumen hin: Er und Hélène zusammen am Strand, er und Hélène wie sie zusammen auf dem Markt einkauften, er und Hélène beim romantischen Diner und . . .  nein, weiter wagte er nicht zu denken. Er wusste ja, dass Hélène für ihn nicht dieselben Gefühle hegte. Zurzeit lag sie in der Klinik und dachte dabei sicherlich nicht an ihn. Bei allen Träumereien war Yves ein Realist.

Er schwang sich auf das Fahrrad, dass am Haus lehnte und fuhr den kurzen Pfad hinaus zu den Olivenbäumen. Die höheren Löhne hatten zwar ein ordentliches Loch in die Kasse gerissen. Aber die Ernte war so gut gewesen, dass sie dieses Jahr etliche Hektoliter mehr an Öl zu erwarten hatten. Vielleicht würden sie damit einen Teil ausgleichen können. In etwa einer Woche würde es soweit sein. Dann würden die Olivenprodukte angeliefert werden und Yves würde Hélènes Job im Laden machen. Sofern es bis dahin noch einen Laden gab . . .

Yves erinnerte sich an den kleinen Plastikbeutel in seiner Hosentasche. Der musste dringend ins Labor gebracht werden.

Olivenzweige, Folge 17; ein Liebesroman alter Tradition, Kitsch und Herzschmerz inklusive – wie beim Groschenroman üblich.  

10/22/14

Olivenzweige, Folge 16

Ob das so eine gute Idee ist, den Papa anzurufen? Kann mir kaum vorstellen, dass der so Knall auf Fall Geld für einen Olivenhain rausrückt. Aber man macht so manches, wenn man  verzweifelt ist, gell?

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“Ich muss los, sonst schau ich in den Mond”, sagte Gaston.
Luz Adriana Villa, “The bird ist back!”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Der Alfa Spider stand auf dem Kiesweg vor dem Haus. Gott sei Dank, dachte Yves, Gaston ist zu Hause. Er hatte sich entschlossen, sofort zu Hélènes Bruder zu fahren und ihn in die Klinik zu schicken. Er wollte keine Zeit verlieren, Hélène brauchte so schnell wie möglich eine neue Niere und Gaston war vermutlich als Spender am besten geeignet.

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10/15/14

Olivenzweige, Folge 15

Oh, die Lage spitzt sich zu, scheint mir. Horace ist wirklich ein Fuchs. Die Idee, mit Gaston gemeinsame Sache zu machen ist gut. Allerdings nicht für Yves. Der hat jetzt eine Sorge mehr.

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Es stand nicht gut um das kleine Unternehmen.
Snack, “Olivenparadies”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Es tut mir Leid, dass ich keine besseren Nachrichten für Sie habe, Monsieur LeGrand.” Docteur Leroc stand von seinem Schreibtischstuhl auf und streckte Yves die Hand hin. In seinem Blick lag zum ersten Mal echtes Bedauern.

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10/8/14

Olivenzweige, Folge 14

Der arme Yves, hat schon ein schweres Los, gell! Aber lest, wie es weitergeht.

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Yves hatte verschlafen. Wie lange war ihm das nicht mehr passiert?
aussiegall, “30 Days of Gravitude- Day 7″, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Yves! Yves! Wo bleibst Du denn?” Es klopfte an die Haustüre. “Yves, bitte, Du musst aufmachen. Schnell!”

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10/1/14

Olivenzweige, Folge 13

Typen wie Gaston braucht echt niemand, oder? Verantwortungslos und selbstsüchtig. Leider kennt bestimmt jeder von Euch solche Leute. Ich tu’s jedenfalls. Kann aber auch was Gutes haben. Dann nämlich, wenn man sie sich zum negativen Vorbild nimmt. Bloß nicht so werden und alles wird gut.

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“Der Glaube versetzt Berge”, sagte Clarence.
Klavierspielerin, “Berge und Wolken”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Clarence, sie können gehen!” Yves stand vom Tisch auf und trat an die Spüle. Er legte der Haushälterin die Hand auf die Schulter. “Gehen Sie nach Hause, bitte. Es ist spät.”
“Das ist der letzte Topf”, antwortete Clarence. “Dann bin ich fertig.”
Yves setzte sich wieder an den Tisch und seufzte. “Was täte ich nur ohne Sie, Clarence? Ohne Sie würde ich das alles hier gar nicht schaffen.”

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09/24/14

Olivenzweige, Folge 12

Da hat sich Yves ja ganz schön was aufgehalst. Die ganze Meute der Erntehelfer in Schach halten und sich außerdem mit Nichtsnutz Gaston rumärgern. Und dann auch noch die Sorgen um Helène. Ob er das alles schafft?

"Mein Gott, Yves", sagte Gaston. "Der Surfwettbewerb, weißt Du noch?" flow132, "surfen", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Mein Gott, Yves”, sagte Gaston. “Der Surfwettbewerb, weißt Du noch?”
flow132, “surfen”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves wischte sich den Schweiß von der Stirn. Die Ernte hatte noch gar nicht angefangen, und er war schon völlig erledigt. Allein das Registrieren der Helfer erschöpfte ihn komplett. Wie Helène das nur alles schaffte?, fragte er sich zum wiederholten Mal.

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09/17/14

Olivenzweige, Folge 11

Gute Freunde sind ne Klasse Sache, sag ich immer. Helène hat wirklich Glück, dass sie Yves hat und er die Verantwortung für die Olivenbäume übernommen hat. Sonst würde sie alt aussehen. Lest weiter, dann wisst Ihr warum!

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Als kleiner Bauer verdiente man heute nicht mehr genug, um davon leben zu können.
ka2706, “Grasschneider”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Als Yves an diesem frühen Morgen zum Gut zurückkehrte, stellte er sofort fest: Er kam keine Minute zu früh. Eine aufgebrachte Menge drängte sich um das große Tor, die Leute schimpften und hoben die Fäuste.

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09/10/14

Olivenzweige, Folge 10

Nierenversagen! Das ist ja eine furchtbare Diagnose! Wer denkt sich nur sowas aus? In einem Groschenroman haben solche Sachen ja eigentlich nichts zu suchen, oder? Aber Ihr wisst ja, je schrecklicher die Geschichten umso schöner ist das Happy End. Vielleicht . . .

Yves war glücklich. Er würde sich um das Gut kümmern. Endlich hatte er eine Aufgabe. BlueForestCat, "Olivenhain", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves war glücklich. Er würde sich um das Gut kümmern. Endlich hatte er eine Aufgabe.
BlueForestCat, “Olivenhain”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves schlüpfte in den blauen Kittel, den die Schwester ihm hinhielt. Er schaute suchend durch die Glasscheibe in den großen Raum, in dem Hèlene lag. Intensivstation, fünf Betten nebeneinander, getrennt durch blaue Vorhänge, die im Notfall ruck zuck zur Seite geschoben waren. Überall Apparate, dauerndes lautes Piepsen, nur flüsternde menschliche Stimmen. Zwischen all dem musste irgendwo Hèlene sein. Hèlene, die immer so stark gewesen war, die nichts hatte umhauen können. Yves hatte sie bewundert für ihre Ausdauer, ihre Kraft und ihr Durchsetzungsvermögen. Und jetzt machte plötzlich ihr Körper nicht mehr mit. Er empfand eine große Ungerechtigkeit.

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09/3/14

Olivenzweige, Folge 9

Dieser Gaston geht mir sowas von auf den Nerv, sag ich Euch. Am liebsten würde ich ihm eine scheuern. Geht’s Euch nicht genauso?

"Eine Garantie dafür, dass die Medikamente wirken, gibt es nicht", sagte Docteur Leroc. Angie525A, "Licht und Schatten", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Eine Garantie dafür, dass die Medikamente wirken, gibt es nicht”, sagte Docteur Leroc.
Angie525A, “Licht und Schatten”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Schon wieder saß Yves auf dem Plastikstuhl. Der Klinikflur war nach wie vor leer, obwohl es mittlerweile Morgen war. Ab und an lief eine Schwester im Schnellschritt vorbei. Vor einer halben Stunde war Gaston in dem Arztzimmer verschwunden und Yves wartete, dass er wieder heraus kam.

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08/27/14

Olivenzweige, Folge 8

Oh nein, ist das ein doofer Arzt. Der arme Yves, wartet Stunden und darf dann nicht mal erfahren, was mit Hèlene los ist. Mal davon abgesehen, dass Ihr, liebe Leser, genauso gespannt sein dürftet, oder? Aber bald erfahrt Ihr alles. Versprochen!

70 Stunden in der Woche hatte Yves im elterlichen Verlag gearbeitet. Peter Alfred Hess, "Central St. Giles Court", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

70 Stunden in der Woche hatte Yves im elterlichen Verlag gearbeitet.
Peter Alfred Hess, “Central St. Giles Court”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Stimmt so, vielen Dank!” Yves gab dem Fahrer einen Schein und stieg aus dem Taxi. Die vier Gebäude, die ursprünglich alle zusammen gehört hatten, lagen einsam im Dunkel der Nacht. Yves sah auf die Uhr. Es war fünf Uhr, er  hatte geschlagene sechs Stunden in der Klinik verbracht. Schnell ging er auf das Wohnhaus von Hèlene zu. Kein Licht brannte, nur Gastons Auto, ein wunderschöner alter Alfa Spider, stand auf dem Hof.

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08/20/14

Olivenzweige, Folge 7

Ach Gott, ach Gott, ach Gott . . .  Da bricht mir ja das Herz. Yves ist ein guter, offenbar DER gute Mann schlechthin. Und Hèlene will ihn nicht. Wahrscheinlich hat sie es vor lauter Arbeit noch nicht bemerkt. Mal sehen, ob sie jetzt zur Vernunft kommt.

Yves saß auf einem Plastikstuhl vor dem Untersuchungsraum. Vinoth Chandar, "My little red chair", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves saß auf einem Plastikstuhl vor dem Untersuchungsraum.
Vinoth Chandar, “My little red chair”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves saß auf einem wackeligen Plastikstuhl vor dem Untersuchungsraum. Es musste Stunden her sein, dass die Rettungssanitäter Hèlene dorthin gebracht hatten. Alles war rasend schnell gegangen, Yves hatte sich hin- und hergeschubst gefühlt zwischen Arzt und Helfer, zwischen Plastikkanülen und Atmungsgeräten, zwischen all den Dingen, die plötzlich auf dem Rasen gelegen hatten. Ohne zu fragen, hatten sie ihn mitgenommen im Rettungswagen und jetzt saß er hier, mitten in der Nacht und mutterseelenallein auf diesem elend langen Gang, wo selten ein Mensch vorbeikam.

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08/13/14

Olivenzweige, Folge 6

Ui, ich glaube, Hèlene hat sich ein bisschen zuviel zugemutet. Hoffen wir mal, dass nichts Ernstes dahinter steckt.

Sie war im Garten gewesen und hatte mit ihrem Bruder geschimpft. Louise, "Beneath", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Sie war im Garten gewesen und hatte mit ihrem Bruder geschimpft.
Louise, “Beneath”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves hatte es sich vor dem Fernseher gemütlich gemacht. Ein Gläschen Bordeaux stand vor ihm, das Rot des Weines schimmerte im gedämpften Licht der Stehlampe. Wie so oft lief im Fernsehen eine dieser blöden Ratespielsendungen. Yves mochte sie nicht, aber im Moment konnte er die Ruhe im Haus nicht ertragen, er brauchte eine Geräuschkulisse um sich und wenn es nur die Stimmen der dümmlich antwortenden Kandidaten waren.

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08/6/14

Olivenzweige, Folge 5

Und? Wie gefällt Euch der Roman? Ich muss sagen, ich schreib ihn sehr gerne. Sehe den Olivenhain vor mir, den blauen Himmel, die schöne Sonne – und ich fühl mich auf meinem Balkon wie im Urlaub.

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Hèlene erhob sich vom Stuhl. Dann brach sie zusammen.
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“So, jetzt reicht es mir aber! Puh, das ist die letzte Kiste für heute!” Hèlene richtet sich auf, streckte den Rücken durch und rieb sich den Schweiß von der Stirn. Seit drei Tagen lief die Ernte nun schon und sie war vollkommen erledigt. Sie kam nicht zum essen, konnte nur schlecht schlafen und zudem hatte sie das Gefühl, überhaupt keine Energie zu haben. Ständig war sie schlapp, müde und kraftlos. Und dann diese Schwindelanfälle. Hèlene hielt sich an dem alten Regal fest, auf dem die Kisten und Eimer voller Oliven standen. Die Kühle im Gemäuer des Kellers tat ihr gut. Obwohl der Oktober schon zu Ende ging, war es draußen immer noch drückend heiß.

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07/29/14

Olivenzweige, Folge 4

Dieser Gaston ist schon ein Früchtchen. Die arme Hèlene hat ganz allein zu kämpfen. Zum Glück ist da Yves!
Obwohl es schon Oktober war, stach die Sonne unerbittlich vom Himmel. brandy74, "Olivenhain", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Obwohl es schon Oktober war, stach die Sonne unerbittlich vom Himmel.
brandy74, “Olivenhain”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Der Platz vor dem Schuppen war übervoll. Die Menschen drängten sich unter den Bäumen, denn obwohl es schon Oktober und noch früh am Morgen war, stach die Sonne unerbittlich vom Himmel. Hèlene und Yves bahnten sich einen Weg durch die Menge und stellten sich auf die beiden umgedrehten Erntekisten, die schon bereit standen. Hèlene half es nicht viel, sie konnte trotzdem kaum über die vielen Köpfe hinwegsehen.

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