10/15/14

Olivenzweige, Folge 15

Oh, die Lage spitzt sich zu, scheint mir. Horace ist wirklich ein Fuchs. Die Idee, mit Gaston gemeinsame Sache zu machen ist gut. Allerdings nicht für Yves. Der hat jetzt eine Sorge mehr.

Kitsch, Groschenroman, Liebe, Herzschmerz, Liebesroman, Carola Pigisch, Provence, Oliven

Es stand nicht gut um das kleine Unternehmen.
Snack, “Olivenparadies”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Es tut mir Leid, dass ich keine besseren Nachrichten für Sie habe, Monsieur LeGrand.” Docteur Leroc stand von seinem Schreibtischstuhl auf und streckte Yves die Hand hin. In seinem Blick lag zum ersten Mal echtes Bedauern.

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10/8/14

Olivenzweige, Folge 14

Der arme Yves, hat schon ein schweres Los, gell! Aber lest, wie es weitergeht.

Kitsch, Groschenroman, Liebe, Herzschmerz, Liebesroman, Carola Pigisch, Provence, Oliven

Yves hatte verschlafen. Wie lange war ihm das nicht mehr passiert?
aussiegall, “30 Days of Gravitude- Day 7″, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Yves! Yves! Wo bleibst Du denn?” Es klopfte an die Haustüre. “Yves, bitte, Du musst aufmachen. Schnell!”

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10/1/14

Olivenzweige, Folge 13

Typen wie Gaston braucht echt niemand, oder? Verantwortungslos und selbstsüchtig. Leider kennt bestimmt jeder von Euch solche Leute. Ich tu’s jedenfalls. Kann aber auch was Gutes haben. Dann nämlich, wenn man sie sich zum negativen Vorbild nimmt. Bloß nicht so werden und alles wird gut.

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“Der Glaube versetzt Berge”, sagte Clarence.
Klavierspielerin, “Berge und Wolken”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Clarence, sie können gehen!” Yves stand vom Tisch auf und trat an die Spüle. Er legte der Haushälterin die Hand auf die Schulter. “Gehen Sie nach Hause, bitte. Es ist spät.”
“Das ist der letzte Topf”, antwortete Clarence. “Dann bin ich fertig.”
Yves setzte sich wieder an den Tisch und seufzte. “Was täte ich nur ohne Sie, Clarence? Ohne Sie würde ich das alles hier gar nicht schaffen.”

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09/24/14

Olivenzweige, Folge 12

Da hat sich Yves ja ganz schön was aufgehalst. Die ganze Meute der Erntehelfer in Schach halten und sich außerdem mit Nichtsnutz Gaston rumärgern. Und dann auch noch die Sorgen um Helène. Ob er das alles schafft?

"Mein Gott, Yves", sagte Gaston. "Der Surfwettbewerb, weißt Du noch?" flow132, "surfen", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Mein Gott, Yves”, sagte Gaston. “Der Surfwettbewerb, weißt Du noch?”
flow132, “surfen”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves wischte sich den Schweiß von der Stirn. Die Ernte hatte noch gar nicht angefangen, und er war schon völlig erledigt. Allein das Registrieren der Helfer erschöpfte ihn komplett. Wie Helène das nur alles schaffte?, fragte er sich zum wiederholten Mal.

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09/17/14

Olivenzweige, Folge 11

Gute Freunde sind ne Klasse Sache, sag ich immer. Helène hat wirklich Glück, dass sie Yves hat und er die Verantwortung für die Olivenbäume übernommen hat. Sonst würde sie alt aussehen. Lest weiter, dann wisst Ihr warum!

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Als kleiner Bauer verdiente man heute nicht mehr genug, um davon leben zu können.
ka2706, “Grasschneider”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Als Yves an diesem frühen Morgen zum Gut zurückkehrte, stellte er sofort fest: Er kam keine Minute zu früh. Eine aufgebrachte Menge drängte sich um das große Tor, die Leute schimpften und hoben die Fäuste.

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09/10/14

Olivenzweige, Folge 10

Nierenversagen! Das ist ja eine furchtbare Diagnose! Wer denkt sich nur sowas aus? In einem Groschenroman haben solche Sachen ja eigentlich nichts zu suchen, oder? Aber Ihr wisst ja, je schrecklicher die Geschichten umso schöner ist das Happy End. Vielleicht . . .

Yves war glücklich. Er würde sich um das Gut kümmern. Endlich hatte er eine Aufgabe. BlueForestCat, "Olivenhain", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves war glücklich. Er würde sich um das Gut kümmern. Endlich hatte er eine Aufgabe.
BlueForestCat, “Olivenhain”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves schlüpfte in den blauen Kittel, den die Schwester ihm hinhielt. Er schaute suchend durch die Glasscheibe in den großen Raum, in dem Hèlene lag. Intensivstation, fünf Betten nebeneinander, getrennt durch blaue Vorhänge, die im Notfall ruck zuck zur Seite geschoben waren. Überall Apparate, dauerndes lautes Piepsen, nur flüsternde menschliche Stimmen. Zwischen all dem musste irgendwo Hèlene sein. Hèlene, die immer so stark gewesen war, die nichts hatte umhauen können. Yves hatte sie bewundert für ihre Ausdauer, ihre Kraft und ihr Durchsetzungsvermögen. Und jetzt machte plötzlich ihr Körper nicht mehr mit. Er empfand eine große Ungerechtigkeit.

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09/3/14

Olivenzweige, Folge 9

Dieser Gaston geht mir sowas von auf den Nerv, sag ich Euch. Am liebsten würde ich ihm eine scheuern. Geht’s Euch nicht genauso?

"Eine Garantie dafür, dass die Medikamente wirken, gibt es nicht", sagte Docteur Leroc. Angie525A, "Licht und Schatten", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Eine Garantie dafür, dass die Medikamente wirken, gibt es nicht”, sagte Docteur Leroc.
Angie525A, “Licht und Schatten”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Schon wieder saß Yves auf dem Plastikstuhl. Der Klinikflur war nach wie vor leer, obwohl es mittlerweile Morgen war. Ab und an lief eine Schwester im Schnellschritt vorbei. Vor einer halben Stunde war Gaston in dem Arztzimmer verschwunden und Yves wartete, dass er wieder heraus kam.

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08/27/14

Olivenzweige, Folge 8

Oh nein, ist das ein doofer Arzt. Der arme Yves, wartet Stunden und darf dann nicht mal erfahren, was mit Hèlene los ist. Mal davon abgesehen, dass Ihr, liebe Leser, genauso gespannt sein dürftet, oder? Aber bald erfahrt Ihr alles. Versprochen!

70 Stunden in der Woche hatte Yves im elterlichen Verlag gearbeitet. Peter Alfred Hess, "Central St. Giles Court", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

70 Stunden in der Woche hatte Yves im elterlichen Verlag gearbeitet.
Peter Alfred Hess, “Central St. Giles Court”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“Stimmt so, vielen Dank!” Yves gab dem Fahrer einen Schein und stieg aus dem Taxi. Die vier Gebäude, die ursprünglich alle zusammen gehört hatten, lagen einsam im Dunkel der Nacht. Yves sah auf die Uhr. Es war fünf Uhr, er  hatte geschlagene sechs Stunden in der Klinik verbracht. Schnell ging er auf das Wohnhaus von Hèlene zu. Kein Licht brannte, nur Gastons Auto, ein wunderschöner alter Alfa Spider, stand auf dem Hof.

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08/20/14

Olivenzweige, Folge 7

Ach Gott, ach Gott, ach Gott . . .  Da bricht mir ja das Herz. Yves ist ein guter, offenbar DER gute Mann schlechthin. Und Hèlene will ihn nicht. Wahrscheinlich hat sie es vor lauter Arbeit noch nicht bemerkt. Mal sehen, ob sie jetzt zur Vernunft kommt.

Yves saß auf einem Plastikstuhl vor dem Untersuchungsraum. Vinoth Chandar, "My little red chair", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves saß auf einem Plastikstuhl vor dem Untersuchungsraum.
Vinoth Chandar, “My little red chair”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves saß auf einem wackeligen Plastikstuhl vor dem Untersuchungsraum. Es musste Stunden her sein, dass die Rettungssanitäter Hèlene dorthin gebracht hatten. Alles war rasend schnell gegangen, Yves hatte sich hin- und hergeschubst gefühlt zwischen Arzt und Helfer, zwischen Plastikkanülen und Atmungsgeräten, zwischen all den Dingen, die plötzlich auf dem Rasen gelegen hatten. Ohne zu fragen, hatten sie ihn mitgenommen im Rettungswagen und jetzt saß er hier, mitten in der Nacht und mutterseelenallein auf diesem elend langen Gang, wo selten ein Mensch vorbeikam.

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08/13/14

Olivenzweige, Folge 6

Ui, ich glaube, Hèlene hat sich ein bisschen zuviel zugemutet. Hoffen wir mal, dass nichts Ernstes dahinter steckt.

Sie war im Garten gewesen und hatte mit ihrem Bruder geschimpft. Louise, "Beneath", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Sie war im Garten gewesen und hatte mit ihrem Bruder geschimpft.
Louise, “Beneath”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Yves hatte es sich vor dem Fernseher gemütlich gemacht. Ein Gläschen Bordeaux stand vor ihm, das Rot des Weines schimmerte im gedämpften Licht der Stehlampe. Wie so oft lief im Fernsehen eine dieser blöden Ratespielsendungen. Yves mochte sie nicht, aber im Moment konnte er die Ruhe im Haus nicht ertragen, er brauchte eine Geräuschkulisse um sich und wenn es nur die Stimmen der dümmlich antwortenden Kandidaten waren.

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08/6/14

Olivenzweige, Folge 5

Und? Wie gefällt Euch der Roman? Ich muss sagen, ich schreib ihn sehr gerne. Sehe den Olivenhain vor mir, den blauen Himmel, die schöne Sonne – und ich fühl mich auf meinem Balkon wie im Urlaub.

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Hèlene erhob sich vom Stuhl. Dann brach sie zusammen.
nbs, “Ambiente”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

“So, jetzt reicht es mir aber! Puh, das ist die letzte Kiste für heute!” Hèlene richtet sich auf, streckte den Rücken durch und rieb sich den Schweiß von der Stirn. Seit drei Tagen lief die Ernte nun schon und sie war vollkommen erledigt. Sie kam nicht zum essen, konnte nur schlecht schlafen und zudem hatte sie das Gefühl, überhaupt keine Energie zu haben. Ständig war sie schlapp, müde und kraftlos. Und dann diese Schwindelanfälle. Hèlene hielt sich an dem alten Regal fest, auf dem die Kisten und Eimer voller Oliven standen. Die Kühle im Gemäuer des Kellers tat ihr gut. Obwohl der Oktober schon zu Ende ging, war es draußen immer noch drückend heiß.

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07/29/14

Olivenzweige, Folge 4

Dieser Gaston ist schon ein Früchtchen. Die arme Hèlene hat ganz allein zu kämpfen. Zum Glück ist da Yves!
Obwohl es schon Oktober war, stach die Sonne unerbittlich vom Himmel. brandy74, "Olivenhain", Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Obwohl es schon Oktober war, stach die Sonne unerbittlich vom Himmel.
brandy74, “Olivenhain”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Der Platz vor dem Schuppen war übervoll. Die Menschen drängten sich unter den Bäumen, denn obwohl es schon Oktober und noch früh am Morgen war, stach die Sonne unerbittlich vom Himmel. Hèlene und Yves bahnten sich einen Weg durch die Menge und stellten sich auf die beiden umgedrehten Erntekisten, die schon bereit standen. Hèlene half es nicht viel, sie konnte trotzdem kaum über die vielen Köpfe hinwegsehen.

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07/23/14

Olivenzweige, Folge 3

Alain! Aha! Yves! Oho! Männer gibts’s offenbar genug in Hèlenes Leben. Wir dürfen gespannt sein. Zunächst aber muss sie sich mit Gaston rumärgern, ihrem nichtsnutzigen Bruder.

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Die Spritztour hatte vier Tage gedauert.
gosau, “Dicke 2 bei Sonnenuntergang”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

 

Die Küche war leer, als Hèlene am nächsten Morgen hinunter kam. Wie jeden Tag. Gaston stand nur widerwillig vor 9 Uhr auf, wenn überhaupt. Vielleicht ein, zwei Tage gab es im Jahr, in denen er es war, der das Frühstück machte.

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07/15/14

Olivenzweige, Folge 2

So, wie gefällt Euch die neue Geschichte? Bin gespannt, was Ihr sagt. Provence, das ist meine absolute Lieblingsgegend und ein Jahr, in dem ich nicht dort war, ist ein verlorenes Jahr. Hier kommt Folge 2:

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Zum Glück hatte sie damals die Verlobung mit Alain gelöst.
Jeff Belmonte, “Anéis|Rings”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Langsam stieg Hèlene die steile Treppe zu ihrem Zimmer hinauf. Sie war erledigt, völlig erschöpft, wie eigentlich schon seit Wochen. Es war, als würde ihre Energie plötzlich nicht mehr ausreichen. Und das spürte sie an Tagen, an denen Touristen ihren kleinen Laden stürmten, natürlich besonders.Hèlene legte sich aufs Bett und starrte an die Decke. Wie hatte ihre Mutter das nur alles geschafft. Zwei Kinder, das Gut, den Laden. Ganz allein hatte sie aus einem alten Olivenhain mit lauter knorrigen Bäumen eine florierende Landwirtschaft gemacht, die weit mehr einbrachte, als sie je brauchen würden. Und dieses Kleinod wollte ihr Bruder verkaufen. Hèlene schüttelte den Kopf.

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07/9/14

Olivenzweige, Folge 1

Ja, meine Lieben, ich weiß, Ihr habt schon gewartet. Hier kommt endlich der neue Roman. Die Geschichte spielt in der Provence. Und es geht um Oliven, was Ihr Euch sicherlich gedacht habt.  Leider kann ich zurzeit pro Woche nur eine Folge liefern. Aber das erhöht ja die Spannung. Viel Spaß beim Lesen.

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“Zum Glück steht uns die Ernte ins Haus”, sagte Hèlene.
LianeM, “Olive 41″, Quelle: fotolia

“Gaston, hol noch ein paar Flaschen von dem Kaltgepressten! Ich weiß nicht, was heute los ist. Sonst legen die Leute doch auch nicht so viel Wert auf Qualität.” Seit Stunden schon stand Hèlene hinter dem Tresen des kleinen Ladens und bediente die Kunden. Am Morgen hatte eine Gruppe deutscher Touristen fast die ganzen Vorräte aufgekauft. Olivenseife, Olivenöl, Olivenpaste, frische Oliven, getrocknete Oliven; Geschäfte wie diese machten sie selten hier auf dem Dorf.

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